
Im Bild der Alex, von den Ostberlinern auch Walters letzte Erektion genannt

Skurilles: Die Rundung oben auf der Mauer sind Rohre für Wasserleitungen. Sie waren eine Spende von West-Berlin, um das marode ostdeutsche Leitungssystem zu stützen. Etwas zweckentfremdet.

Marschierende Zühlsdorfer. Die preußischen Werte stecken noch tief drin. Beim Klang der Trommel zuckt der Po.

Himmel über Brandenburg morgens um halb 6. Ein guter Himmel.

Der Militärbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe beleidigt mit seiner Untergangsoptik jeglichen Sinn für Ästhetik. Ähnliche Liga, wie die Stadthalle von Tallinn.

Ich vor Beton. Mein Haar fiel den hohen Temperaturen zum Opfer und wurde am Alex gekürzt.
Am Samstag den 26. Juni bin ich nach einer 26 stündigen Busfahrt aus Tallinn in unserer Bundeshauptstadt angekommen. Nach meiner zweimonatigen Reise Richtung Osten, wurde mein Weg nun vom brummenden Reisekolloss in Rekordzeit zurückgelegt. So kam ich innerhalb dieser 26 Stunden nochmals durch Riga, Kaunas, Suwalki und habe sogar für 10 Minuten Warschau besucht. Es waren eindrucksvolle recht dunkel 10 Minuten, so will ich mal sagen, dass ich die Stadt nicht wirklich gesehen habe.
In Berlin gings mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Brandenburg zu Frauke und Olli. Danke ihr beiden für die letzten 10 Tage. Es war wunderschön.
Es ist schon komisch, kommt man von einer langen Reise an einen vertrauten Ort, wirkt doch alles so anders und es fallen einem Dinge auf, die einem bei vorigen Besuchen verborgen geblieben sind. Brandenburg ist ruhig und sandig. Die Natur ist wunderschön dort draußen. Der wilde Osten beginnt 2 Kilometer hinter der Stadtgrenze von Berlin. Und ist man nicht gerade am Liebnitzsee, wo sich alle Berliner aalen, ist dieses Land überschaubar leer.
In Berlin hab ich an einer englischsprachige Stadtführung teilgenommen. Ich war als richtiger Tourist in der Stadt und habe Touristen aus dem Ausland getroffen. Die Stadt zieht sie an mit ihrem Arm-aber-Sexy-Image, mit den vielen Fluchtgeschichten und der dunklen Geschichte des dritten Reichs, aber auch der spürbaren Freiheit in Berlin.
In Brandenburg und Berlin war ich als Tourist und Rückkehrer. Akklimatisierer an das deutsche Regelwerk. Die nächsten Schritte ergeben sich langsam. Es geht jetzt eher Innen weiter.


Comments 3
innen wie außen
Posted 08 Jul 2010 at 19:43 ¶oben wie unten
(hermes trismegistos, annodazumal)
Ja so ist es…ich schließe mich dem Heiko an…und gestern war ich saumüde…nun geh ich in mein “Gemeinschaftswochenende”…
Posted 09 Jul 2010 at 12:51 ¶Tempelhof wartet darauf von DIR fotografiert zu werden !!!
LG Gabriele
ich bin gespannt auf deinen weiteren Weg. lese gerade den Alchimisten. Vielleicht siehst du auch die Zeichen?
Posted 20 Jul 2010 at 17:12 ¶Post a Comment