
In diesen Hallen in Riga wurden frueher Zeppeline gebaut. Heute gibts hier den Grossmarkt der Stadt.

Dies ist ein Denkmal fuer die Freiheit von Lettland. Die drei Sterne stehen fuer die unterschiedlichen Besatzer, Schweden, Deutsche und Russen. Waehrend der Sowjetzeit gab Blumenablegen vor diesem Monument eine Freifahrt ins Gulag.

Die Gauja ist nach dem heidnischen Glauben ein heiliger Fluss. Ich hab einen seinen Ufern wunderbar genaechtigt.

Kein Kefir-Gesicht, keine Gesundheit. Ich nach dem Genuss von Knoblauch-Zitronen-Kefir. Jak!
Mittlerweile bin ich in Estland, Haapsalu angekommen und moechte euch gern ein paar vielleicht interessante Fakten mit auf den Weg geben. Polen, Litauen, Lettland und Estland haben keinen Euro, statt dessen hat Polen den Zloti (ca. 1/4 Euro), Litauen Lits (ca. 1/3 Euro), Lettland Lats (ca. 0,8 Euro) und Estland die estlaendische Krone (15 EE ca. 1 Euro).
Vom Gefuehl her ist Polen sowjetisch gepraegt, aber bald im Westen angekommen. Litauen ist schwermuetig und auch sowjetisch gepraegt, noch dabei anzukommen. Lettland ist zwischen Skandinavien und Kommunismus, eine komische Mischung, die mir nicht besonders gut gefallen hat. Estland ist sehr skandinavisch und die Sprache klingt nach Finnland. Gutes Gefuehl.
Nach Aussage der Polen kommt der beste Wodka aus Litauen. Die Litauen winken nur ab. Litauischen Wodka koenne man getrost in der Pfeife rauchen. Moonshine muss man trinken (60% Schwarzgebrannten). In Lettland trinkt man dagegen Balsam. Einen heilsamen Schnapps, der aus Grass, das an 46 unterschiedlichen Tagen des Jahres gepfluegt wurde und zusetzlichen 200 Kraeutern gebraut wird. Ich bin kein Freund des Schnappses, bin aber gespannt, was mir auf meiner Reise noch kulinarisches begegnet. Das Wiederlichste war bis jetzt Kefir mit Knoblauch-Zitronen-Geschmack. Die schlechteste Nacht hatte ich in einem Hotel in Goldap. Vor dem Fenster lief perment ein Springbrunnen und das Fruehstueck war ecklich. Mein Rucksack wiegt gut 18 Kg + 2 Kg Wasser und Proviant, fuer einen Kilometer asphaltierte Strasse benoetige ich 11 Minuten. Ein nasser, lederner Wanderstiefel braucht zwei Tage stehend, bis er wieder richtig trocken ist. Wenn man ihn anzieht und laeuft, ist er nach 6 – 8 Stunden wieder trocken. Solltet ihr mal nach Riga fahren, sucht euch einen ruhigen Platz ausserhalb der Innenstadt, sie ist verseucht von besoffenen Volk. Ich bleibe in Bewegung.



Comments 4
Bleib in Bewegung. Immer wieder gerne lesen wir
Posted 17 Jun 2010 at 10:02 ¶wow – selbstgebrannter schnaps aus Gras und Kräutern…erinnert mich spontan an meine Jugend, da hab ich auch alles geraucht und gesoffen was mir in die Quere kam…Knoblauch-Zitronenkefir ist wahrscheinlich ein Wundermittel bei Kater, das hast du nur noch nicht gepeilt…zumindest muß meines Erachtens dann der Magen nicht mehr ausgepumpt werden…und zum Abschluß noch eine alte Landserregel von meinem Opa : die Füße immer trocken halten!
Posted 17 Jun 2010 at 11:20 ¶Servus aus München von Gabriele
Knoblauch, Zitrone und Kefir mag ich eigentlich alles recht gerne. Aber als Mischung stell ich es mir auch recht ekelhaft vor. Deshalb trinken die vorher sicher die ganzen Schnäpse.
Keep on walkin’ and blogging,
Posted 17 Jun 2010 at 16:31 ¶Crossyard
Nils,
echt spannend was Du so erlebst!
Weiter so, ich lese Deine Berichte sehr gerne. Und der Bart steht dir ausgezeichnet
Keep on walking!
Posted 21 Jun 2010 at 10:16 ¶Henning
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