
Mein zu Hause der letzten Zeit. Ein bisschen wie im Auenland.

Zubrys (Wisente) im Wald bei Jeziorwskie.

Ein alter deutscher Bauernhof, verlassen in den 40er Jahren. Die Natur holt sich alles zurueck.

Ein eigener Teich hinterm Haus muss nicht schlecht sein.

Eine gesprengte Bahnbruecke nahe Kruklanki. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Noerdlich von Goldap verlaeuft die russische Grenze, dort gibt es einen Bahndamm und Bruecken, aber keine Eisenbahn mehr und das ueber bestimmt 200 km.

Ein Aegyptologe hat sich Ende des 19. Jahrhunderts nahe Rappa ein Mausoleum errichtet. Bis 1980 wusste niemand davon und es stand offen im Wald mit Sarkophagen.

Ich. Vorgestern in Suwalki.
Es ist schon verwunderlich, was so passieren kann. Nach zwei Tagen in Loetzen bin ich in Richtung Osten aufgebrochen. Es war ein Tag mit durchwachsenem Wetter. Auf meiner Karte waren einige Campingplaetze eingezeichnet, aber leider waren die alle wie vom Erdboden verschluckt. Auf einer Sandpiste hinter Kruklanki war ich wieder auf der Suche nach einem Campingplatz, als von hinten ein Landrover an kam. Ich mache Platz, um in vorbei zu lassen. Der Fahrer haelt und fragt mich, wo ich hin will. “Zu einem Campingplatz”, sage ich. “Gibts nicht mehr”, meint er, aber ich koenne bei ihm uebernachten. Mmh. Ich hatte ein gutes Gefuehl und sagte ja. Die letzten sieben Tage war ich dann in Tomaszs Haus. Er ist am naechsten Tag weiter in die Mongolai zu einem Horse-Riding-Trip geflogen. Sein Vater hat mir die ganze Gegend mit dem Fahrrad gezeigt und ich hab einige Polen kennen gelernt, hab geangelt und viel gefeiert.
Es gibt hier einige alte Menschen, die schon ueber 80 sind und noch top fit. Deutsche Rentner scheint es haeufig ab 75 Jahren zu vernichten. Vielleicht speichern sie zu viele Chemikalien. In Masuren gibt es auf jeden Fall wirklich liebe Menschen und tolle Natur. Fuer mich war die Zeit wie Ferien bei meinem Opa.
Vor zwei Tagen bin ich dann in Litauen angekommen, Kaunas. Dort hab ich in einem Hostel uebernachtet. Nachts gab es ein furchtbares Gewitter. Der Strom im Hostel ist ausgefallen und die Alarmanlage lief die ganze Nacht. Dank Ohropax habe ich super geschlafen. Gestern ging es dann weiter mit dem Autobus nach Klaipeda (frueher Memel). Hier ist heute abend ein Jazz Festival und ich bin offen was passiert. Die Schwingungen sind gut


Comments 6
hey nils, die chemie stimmt ja zumindest bei den deutschen rentnern..hehehe.
Posted 05 Jun 2010 at 22:45 ¶für mich siehts so aus als ob sich manche der rentner dieser erde mehr selber langweilen als andere…keep on goin…
herzgruß
Freu mich jetzt schon als German Rentnersack „uff Chemie“ rumzutorkeln. Wie ist Litauen? Sehen da alle aus wie Wikinger mit russischen Akzent? Sind Balten netter als Polen? Bis wohin nach Skandinavien willst Du wandern? Kannst Du Fische ausnehmen? Wir bangen mit Dir und freuen uns auf spannende Enthüllungen. Verneigung vor dem Wandersmann von Olli & Gang
Posted 06 Jun 2010 at 20:33 ¶Irgendwie alles unglaublich für mich ….
Posted 06 Jun 2010 at 22:15 ¶So langsam kommt Neid auf …
Also die Litauen sind echt nett. Sprechen englisch mit hartem Ostakzent und moegen kollektiv keine Russen.
Das Baltikum ist auch mit Familie gut zu bereisen.
Posted 07 Jun 2010 at 06:39 ¶Ich hab gestern getrockneten Fisch und litauisches Vollkornbrot gegessen. Das Brot haelt 2 Monate und macht gut satt.
Bitte kein Neid
…die Gegend wirkt sehr “sagenhaft”- schöne Bilder. Ich stell mir vor, dass plötzlich Gollum aus dem See krabbelt und Dich sabbernd anlabert,ob Du vielleicht seinen Schatz gesehen hast…
Posted 07 Jun 2010 at 14:55 ¶irgendwie mag ich diesen schleimigen , listigen, durchgeknallten Kerl – ich hab irgendwann mal mein Ego nach ihm benannt…
Tiefschürfende Grüße von Gabriele
Ich will auch mal kommentieren. Dein Bart Bart steht dir gut. Wir sind immer wieder gespannt auf Nachrichten von dir, beneiden dich auch.
Posted 08 Jun 2010 at 14:43 ¶Post a Comment